Obedience

Obedience ist eine der jüngsten Hundesportarten in Deutschland. Immer mehr Hundesportler lassen sich von dieser sehr schönen und anspruchsvollen Hundesportart begeistern. Obedience (Gehorsam) ist eine Prüfungsform im Hundesport bei der ein Hund freudig mit seinem Teamgefährten Mensch verschiedene Übungen meistert und kontrolliertes Verhalten in unterschiedlichen Situationen zeigt. Eine weitere große Herausforderung ist die Distanzarbeit, bei der der Hund auch mit Abstand zum Hundeführer bereitwillig gehorcht.

Unter Obedience versteht man auch das Zusammenspiel von Mensch und Hund als Team, wobei der Mensch den Hund so ausbildet, daß der Hund mit Freude arbeitet. Ein guter Obedience-Hund muss nicht arbeiten, er will ! Der Unterschied zur normalen Unterordnung besteht darin, daß beim Obedience besonderes Augenmerk auf die exakte Ausführung der Übungen gerichtet wird.

Obedience - Prüfungen

Obedience-Prüfungen werden in den Leistungsstufen Beginner-Klasse, Klasse 1, Klasse 2 und Klasse 3 durchgeführt. Bei den verschiedenen Stufen wird eine kontinuierlich ansteigende Leistungsanforderung und Weiterentwicklung der Übungen erkennbar.

Wer kann Obedience betreiben?

Beim Obedience sind keine bersonderen sportlichen Fähigkeiten des Menschen erforderlich (wie z.B. beim Turnierhundesport oder Agility), deshalb kann nahezu jeder Mensch mit fast jedem Hund, egal ob groß oder klein, jung oder älter, diese Sportart betreiben. Voraussetzung ist die Freude an Gehorsamsübungen. Um an Prüfungen teilnehmen zu können ist das vorherige Ablegen der Begleithundprüfung notwendig.

Rally Obedience

Hierbei handelt es sich um eine sogenannte Funsportart, bei der jeweils ein Hund/Menschteam in freudbetonter Weise ihre gute Zusammenarbeit unter Beweis stellen. Der Schwerpunkt dieser Form hundesportlicher Betätigung liegt auf einem harmonischen Miteinander. Ziel ist die Bewältigung eines Parcours, in dem im Abstand von einigen Metern immer neue Herausforderungen an das Team gestellt werden. Abgeleitet vom traditionellen Obedience, Unterordnung, werden Elemente der klassischen Arbeit mit immer ausgefeilteren Übungskombinationen verknüpft. Dabei geht es mit einfachen Elementen los wie SITZ, PLATZ, RECHTS oder LINKS WINKEL los, steigert sich über Lauffiguren wie SLALOM oder ACHTEN hin zu Mehrschilderübungen, wo an einer Stelle gleich mehrere Aufgaben gestellt werden. Welche Aufgaben jeweils gefordert werden ist auf Schildern im A4-Format zu lesen.

Besonders schön ist bei dieser Sportart, dass es ausdrücklich erwünscht ist, während der Übungen mit seinem Hund zu kommunizieren. Dabei kann sowohl die Stimme als auch die Körpersprache eingesetzt werden. An extra gekennzeichneten Stellen ( mit einem Smiley) darf man sogar mit Futter oder Streicheln loben.

Wer sich auch mal mit anderen im Wettstreit messen möchte kann das natürlich auch tun. Eine Begleithundeprüfung ist dafür vorher NICHT erforderlich. Allerdings sollte der Hund sozialverträglich gegenüber Hund und Mensch sein. Wer sich zunächst noch unsicher ist, kann den Parcours auch mit angeleintem Hund laufen. Die Leine darf aber nicht straff werden und auch darf der Hund nicht aktiv vom Hundeführer ausgehend berührt werden ( z: Bsp. Hand auf den Rücken legen um ihn zum Setzen zu animieren) Die Regeln für diese Sportart sind durch den VDH festgelegt und in der Prüfungsordnung festgeschrieben. Jeder Mensch und jeder Hund ( Mindestalter 15 Monate) darf starten. Es gibt 5 Leistungsklassen, deren Schwierigkeitsgrade sich entsprechend steigern. Los geht es mit den Beginnern, gefolgt von Klasse 1 und 2. Die Klasse 3 ist die mit den höchsten Anforderungen. Desweiteren gibt es eine Seniorenklasse für Hunde ab 8 Jahren. Auch körperliche Beeinträchtigungen sowohl des Menschen als auch des Hundes stehen einer Teilnahme nicht im Wege. Allerdings muss ausgeschlossen werden, dass der Hund unter Schmerzen leidet, dann gebietet es sich schon aus tierschutzrelevanter Sicht, vom Sport abzusehen.

Spartenverantwortlicher


Impressionen


Dokumente zur Ausbildung


Ausbildungsprofil

Obedience bedeutet übersetzt "Gehorsam" und kann ohne weiteres als die "Hohe Schule" der Unterordnung bezeichnet werden. Wie viele Hundesportarten stammt Obedience aus Großbritannien. Zuerst nur ein Bestandteil der so genannten "working trials" (eine Art Vielseitigkeitsprüfung, 1919 vom britischen Zuchtverein für Deutsche Schäferhunde eingeführt) gab es wenige Jahre später bereits die Möglichkeit, sich auf solchen Trials in reinen Obedienceklassen einzuschreiben. So richtig zum Sport wurde es erst um 1951, als auf der britischen "Crufts" Obedience erstmals vor großem Publikum vorstellt wurde. Es ist eine "moderne" Hundesportart, bei der es besonders auf harmonische, schnelle und exakte Ausführung ankommt. Ein eingespieltes, gutes Mensch-Hund-Team ist Voraussetzung. Bei Obedience -Prüfungen geht es nicht nur um den Gehorsam des Hundes; auch seine Sozialverträglichkeit mit anderen Menschen und Hunden spielt eine große Rolle.


Hundeerziehung

Obedience ist eine "moderne" Hundesportart, bei der es besonders auf harmonische, schnelle und exakte Ausführung ankommt. Ein eingespieltes, gutes Mensch-Hund-Team ist Voraussetzung. Bei Obedience-Prüfungen geht es nicht nur um den Gehorsam des Hundes; auch seine Sozialverträglichkeit mit anderen Menschen und Hunden spielt eine große Rolle.


Beschreibung der Sportart

Obedience heißt "Gehorsam" und kann ohne weiteres als die "Hohe Schule" der Unterordnung bezeichnet werden. Bei offenen Obedience Wettbewerben kann jeder ohne Rücksicht auf die Größe, Rasse oder Abstammung des Hundes teilnehmen. Ganz im Gegensatz zu vielen anderen Hundesportarten ist Obedience auch behinderten Menschen und Hunden zugänglich. Es gibt beispielsweise Rollstuhlfahrer, die Obedience-Hundesport machen. Von dem Hundeführer wird keine außergewöhnliche Sportlichkeit vorausgesetzt. Auch ältere oder leicht behinderte Hunde können mitmachen; ihre Einschränkung wird bei der Bewertung berücksichtigt. Körperliche Belastungen gibt es bei Obedience für Hund und Halter praktisch nicht. Ein großer Unterschied zu anderen Hundesportarten ist auch, dass der Hundeführer vom Ringsteward durch die Prüfung geführt wird. Der Hundeführer läuft kein "Schema F" ab, sondern handelt auf Anweisung des Ringstewards. Das ist sicherlich auch ein Vorteil für nervöse Hundeführer. Wie viele Hundesportarten stammt Obedience aus Großbritannien. Zuerst nur ein Bestandteil der sogenannten "working trials" (eine Art Vielseitigkeitsprüfung, 1919 vom britischen Zuchtverein für Deutsche Schäferhunde eingeführt) gab es wenige Jahre später bereits die Möglichkeit, sich auf solchen Trials in reinen Obedienceklassen einzuschreiben. So richtig zum Sport wurde es erst um 1951, als auf der britischen "Crufts" Obedience erstmals vor großem Publikum vorstellt wurde. In Deutschland wurde die Prüfungordnung am 1. Juli 2002, nach einem eineinhalb-jährigen Pilotprojekt veröffentlicht. Obedience ist noch nicht sehr verbreitet, aber es wächst explosionsartig. Voraussetzung für die Teilnahme an Prüfungen ist der Nachweis einer erfolgreich abgelegten Begleithundeprüfung. Obedience-Prüfungen werden in den Leistungsstufen Beginner-Klasse, Klasse 1, Klasse 2 und Klasse 3 durchgeführt. In vielen Übungen ähnelt Obedience dem Gehorsamsteil des Schutzhundesports (Obedience ist in Großbritannien ein Ersatz für den Schutzhundesport wie es in Deutschland ausgeübt wird): Bei-Fuß-Gehen mit und ohne Leine, Sitz, Platz und Steh aus der Bewegung, Bleib-Übungen mit und ohne Sichtkontakt, Abrufen, Vorausschicken, Apportieren und Geruchsidentifikation aus mehreren Hölzern. Aber auch zum Beispiel die Distanzkontrolle, bei der der Hund in großem Abstand zu seinem Besitzer eine Reihe von Positionswechseln (Sitz, Platz, Steh) ausführen soll, ohne sich dabei von der Stelle zu bewegen. Im Gegensatz zum Schutzhundesport ist aber die Ausführung der Kommandos präziser, viel eleganter. Auf dem Platz geht es sehr viel leiser zu, es wird "weicher" geführt, ausschließlich über positive Motivation. Die Teile vom Schutzhundesport, die "auf den Mann" gerichtet sind, fehlen. Obedience hat sich in Großbritannien durchsetzen können, auch weil die Ausbildung zum Schutzhund für den Laien verboten ist. Obedience ist aber auch mehr als ein gleichwertiger Ersatz für den Gehorsamsteil des Schutzhundesports. Bei Obedience muss das Team die Übungen nicht einfach ?nur" können, ...sondern es muss auch noch gut aussehen. Diese "Harmonie" erreicht man nur, wenn der Hund seinem Menschen vertraut und Spaß an der gemeinsamen Arbeit hat, sprich WILL. Ansonsten ist Obedience für jeden Hund geeignet, unabhängig von Alter und Größe, da die Richter bei der Bewertung auf die Besonderheiten des Hundes/der Rasse Rücksicht nehmen. Zu den meistens bekannten "üblichen" Gehorsamsübungen, die wir aus der Begleithundeprüfung kennen, also z.B. Fuß laufen, Sitz aus der Bewegung, Platz mit Abrufen etc. kommen beim Obedience noch einige interessante hinzu:

  • Apportieren / auch von Metall
  • Suchen von Gegenständen / Eigenidentifikation
  • Positionswechsel auf Distanz / Sitz-Platz-Steh
  • Vorausschicken in eine Box / Quadrat aus 4 Pylonen
  • Wesensfestigkeit, vor allem gegenüber anderen Hunden
  • Ablage / alle Hunde werden gleichzeitig abgelegt

Ein wesentlicher Unterschied zur Begleithundeprüfung ist der Ablauf einer Prüfung. Während bei der BH nach einem festen Schema geprüft wird, macht man bei einer Obedience-Prüfung alles nur auf Anweisung des Ringstewards (der eine spezielle Ausbildung hierfür braucht). Dieser legt auch gemeinsam mit dem Richter das Laufschema für die Leinenführigkeit und Freifolge fest. Also erfährt man erst während der Prüfung, wie man laufen muss. In Deutschland gibt es 4 Prüfungsstufen im Obedience:

Übungen

  • Die Beginner-Klasse
  • Verhalten gegenüber anderen Hunden
  • Stehen und Betasten
  • Gebiss zeigen
  • Ablage in der Gruppe
  • Leinenführigkeit
  • Freifolge
  • Sitz aus der Bewegung
  • Kommen auf Befehl
  • Zurücksenden zum Platz
  • Apport auf ebener Erde
  • Umgang Mensch-Hund

Die Klasse 1

  • 1 Minuten sitzen mit Sichtkontakt
  • 3 Minuten liegen mit Sichtkontakt
  • Leinenführigkeit
  • Freifolge
  • Platz aus der Bewegung (Viereck 10x10m)
  • Kommen auf Befehl
  • Zurücksenden zum Platz
  • Freisprung über die Hürde
  • Apport auf ebener Erde
  • Kontrolle auf Distanz
  • Umgang Mensch-Hund

Die Klasse 2

  • 2 Minuten sitzen mit Sichtkontakt
  • 3 Minuten liegen ohne Sichtkontakt
  • Freifolge
  • Sitz, Platz aus der Bewegung
  • Kommen mit Platz
  • Voraussenden in ein Viereck mit Hinlegen
  • Apport über die Hürde (Holzapport)
  • Metallapport
  • Geruchsunterscheidung aus max. 6 Gegenständen
  • Kontrolle auf Distanz
  • Umgang Mensch-Hund

Die Klasse 3

  • 2 Minuten sitzen
  • 4 Minuten liegen
  • Freifolge
  • Stehen, Sitzen und Platz aus der Bewegung
  • Abrufen mit Stehen und Platz
  • Voraussenden in ein Viereck
  • Bringen auf Anweisung
  • Metallapport über die Hürde
  • Geruchsunterscheidung aus max. 6 Gegenständen
  • Kontrolle auf Distanz


Als Beispiel hier ein kompletter Lauf bei einem Wettbewerb. Obedience Winners 2014 | Crufts 2014



alles Anzeigen

Galerien

Videos